Zeitungsausschnitt aus dem Jahre 1927 oder 1928

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Geschichte

Erstmalig erwähnt wird der Ort im 9. Jahrhundert als Ysolvingone. Der Name leitet sich vom Personennamen Eiswolf/Eisolf ab. Es wird vermutet, dass der erste Salzburger Bischof, der Hl. Rupert (696–718), Kirche und Pfarrei Eiselfing selbst gegründet hat.

Ein 1969 bei Renovierungsarbeiten in der Eiselfinger Kirche gefundener Grabstein aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts belegt eine römische Besiedelung des Gemeindegebiets.

Aus Eiselfings tausendjähriger Vergangenheit

(Verfasst von J. Mayr, Oberinspektor, Wasserburg) in "Wasserburger Zeitung" aus dem Jahre 1927 oder 1928

Als das Römerreich von innerer Fäulnis und unter den Stürmen und Stößen der Völkerwanderung zerbrach, fasst bald in unserer Gegend das Christentum Fuß unter Rupertus, Bischof von Salzburg, der in unserer Landschaft der Heilsapostel und Glaubensverbreiter gewesen ist. Einst hatten die Römer durch brutale Gewalt sich zu Herren des Landes aufgeworfen. Der geharnischte Schritt ihrer Legionen trat nieder, was sich entgegenstemmte. Die Prediger der Christenlehre verfügten über keine Legionen. Ihre Macht war die Autorität, das Ansehen. Ihrem Wirken eilte voraus die Sage, das Geheimnis, das Wunder. Vordringend auf den alten, noch benutzbaren, einstigen römischen Heer- und Handelsstraßen predigte Rupertus mit seinen Gehilfen an den heidischen Versammlungs- und Opferplätzen dem aufhörenden Volk das Christentum und zerschlug, gestützt auf die neue Anhängerschaft, die alten, herkömmlichen Götzen- und Opferaltären und fällt die Götterbäume. Unter Verwertung der Trümmerreste alter Römertürme, Schanzen und Kastelle gründete er im Laufe der Zeit Kirchen und Pfarreien und schuf nun daraus Festungen des Geistes und des Glaubens für die neue Lehre. Schon um das 8. und 9. Jahrhundert weisen alte Urkunden Kirchen und Pfarreien nach. Eine Tauschurkunde vom Jahre 927 sagt, dass u. a. Eiselfing (Isolvinga) mit dem Nachbarort Durrhausen (Turinhuja) mit allem Grundbesitz, Gebäuden und Zehnt von Erzbischof Odalbert (Adalbert) von Salzburg an die hochedle Dame (nobiliasima femina) Rihina übergegangen ist. Rihina (Rhini = die Reiche) war die leibliche Schwester des 907 in der verlorenen Ungarnschlacht bei Pressburg gefallenen Markgrafen Luitpold des Schyren, sie war die Ahnfrau des mächtigen Geschlechts der Grafen von Falkenstein (Stammburg in Oberflintsbach am Inn), deren Besitzungen sich einst vom Chiemsee bis zum Tegernsee, von Endorf und Rosenheim bis über Kufstein und Zierl hinaus erstreckten.

Adelbert (Odalbert) hinwiederum war (nach Kochsternfeld) einer der mächtigsten Dynastien an Salzach und Isen, er war vermählt mit der vorgenannten Rihina und war Vater von Söhnen und Töchtern. In höhrem Alter folgte er dem Erzbischof Pilgrim auf den Stuhl zu Salzburg. (Es war damals eine fast allgemeine Sitte in dem Familienleben erlauchter Häuser, dass sich Väter, Mütter, wenn sie ihre kräftigsten Jahre der Welt, dem Krieg und der Wirtschaft gewidmet hatten, mit einigem Vorbehalte an Land und Leuten in Domstifte und Abteien zurückzogen). Als Graf Adalbert zum Erzbischof von Salzburg erhoben worden war, vollzog er mit seiner gewesten Gemahlin Rihina den obenbesagten, großen Gütertausch, der u. A, auch Eiselfing betraf. Welch außerordentliche Bedeutung jener Beurkundung zu kam, bezeugt der Umstand, dass 72 Grafen, Edle und Freie die Urkunde in Rohrdorf, dem vermutlichen Wohnsitz oder doch Besitz der Rihina, unterzeichneten. (Quellenanhaben: Dipl. Anh. b. Kleinmayern – Nachr. v. Zustd. d. Stadt Juvavia N. LXI, Kap. 76, 44 P. 145/6, 160, 930. Bayerns alte Grafschaften v. Lang S. 47/8. Oberb. Archiv II 368, 356, Kochsternfelds Beitr. II P. 57, 65. Benefiz. Dachauer: Geschichte d. Burg Falkenstein).

Etwas Später als 927 erhielt bei einem Tausch zwischen Adalbert, Rihina und Ottakar letzterer Eiselfing mit Kirche, Zehenten und Gebäulichkeiten. Ottakar (Ottaher) war Adalberts und Rihinas Schwiegersohn. Rihina erhielt Sossau bei Prien. Dieser Tausch geschah wohl deshalb, damit die Mutter Rihina manchmal in der Nähe ihrer Tochter Alta und doch auf eigener Besitzung wohnen konnte. Ottakar war nämlich Gaugraf in der Gegend von Grabenstätt bis an den Inn hinaus, Vogtareuth lag noch in seiner Grafschaft. (Mon. Boica XXVIII 1 p. 185). Seine Gemahlin (Alta) war Adalberts und Rihinas Tochter. Ob Ottakar in Hohenaschau saß oder in Ottadaring (Otterkrin), ist ungewiss. Eine andere Tochter (Adalberts und Rihinas) namens Susanne wohnte mit ihrem Gemahle, dem Grafen Raffold, um 930 zu Halfing. Rihinas erstgeborener Sohn Graf Dietmar – als einstiger Erbe – heilt sich entweder bei seiner erlauchten Mutter in Rohrdorf auf oder er wohnte zu Eiselfing, wo seine Mutter die besagte große Besitzung innehatte, oder etwa in Tüßling bei seiner Schwester Heilrath, Witwe des Grafen Dietrich. Dietmars Sohn war Zwentipolch, er besaß Chiemsee, Marwang, Erlstätt.

So wohnte die ganze Verwandtschaft in nahem Umkreise zusammen. Das Schloß der Rihina stand 30 Schritte östlich vom Gotteshaus in Eiselfing an der Stelle des heutigen alten Pfarrhofs. Das Wappen der Falkensteiner war ein goldener Falke in rotem Felde. Spätere Urkunden bestätigen noch Eiselfings als Edelsitz durch Benennung als Zeugen:

anno 1150 eines Friedericus de Iselvingen

anno 1180 eines (Index) Chonrabu de Isolfingen

anno 1200 eines Comitis Dietrci apuh Isovingen

anno 1200 eines Siboto de Isolvingen

(Graf von Falkenstein; er besaß die ganze Gegend und hatte 4 Grafschaften inne) (Mon. Boic. I. 167, 273, 41, Archiv II, 367-II-329-VII 451-1136-Hunds Metrop. Salisb. III. 340/7)

Die obigen Gutsverträge bilden die ersten « urkundlichen » Beweise über Eiselfing ; sie deuten an (im Ausdruck = Gebäude, Häuser, Gutshof im Gegensatz zu mansus = Kleingut, Bauerngut), dass dort ein nicht unbedeutender Edelsitz schon 927 bestand. Die erste Besiedelung liegt deshalb folgerichttig schon viel weiter in der Vergangenheit zurück, und zwar wird wohl Alteiselfing die ursprüngliche Niederlassung gewesen sein. Einige Aufschluss hierüber geben die prähistorischen Funde im Schwarzmoos (Pfahlbaureste in 3 Meter Tiefe), eine ebenso aus der La-Tene-Zeit (Torfstich des Madlbauern), ebenso die Bronzefunde aus Alteiselfing, die zum Teil in den Besitz des Nationalmuseums gelangt sind (Bronzehalsringe mit Strichornamentik, Orhgehänge, geflämmtes Bronzenschwer, Sichel, Messer). Die Endsilbe ing des Namens deutet auf die Niederlassung eines Alemannen (Sueven, im Gegensatz zum fränkischen Endsilbenbrauch:“heim und ham“ oder zur bojarischen Art: stett, hausen, ach, berg, moos, ried – 6. Jahrh. uns. Zeitrechn.) schließen, jedoch wurden damals schon bestehende romanische Langhausmauern miteingebaut. (Kunstdenkmäler Bayerns w.v.)

Vordem war die einstige Kirche in romanischem Baustile errichtet und hatte innen weder Wandpfeiler noch Gewölbe. Bauarbeiten (vom Jahre 1857-1865) ließen erkennen, dass das Grundgemäuer von betrachtlicher Dicke aus Findlingen und Brucksteinen besteht mit kaum fußbreiten, spärlichen Fensterlucken – lang und schmal – dass also das Gebäude ursprünglich in rohestem Baustil errichtet war. Der Turm befand sich vormals nicht an die Kirche angebaut, er stand allein (für sich) gleich dem Turm auf Frauenwörth; der alte Kircheneingang war schmal und tief gelegen an der Nordseite. Interessant sind noch die außen über dem Hauptportal an der Westseite eingemauerten 5 Gewölbeschlußsteine, darstellend die Reliefs eines Christuskopfes, eines Löwen und eines Tieres mit 2 Beinen, welches sich in den Schwanz beißt (14. Jahrh.). Diese Steine stammen jedoch vom Gottesacker von St. Achatz bei Wasserburg, wo sie ausgegraben wurden. (Kunstdenkmale Bayerns)

Der Schutzpatron der Kirche ist St. Rupertus.

Die „urkundlich“ frühesten Pfarrherrn Eiselfings waren:

Cnuonradus plebanus (bürgerl-weitlich im Gegensatz zu klösterlich) de Isolvingen 1150

Dominus Richerus (plebanus de Isolvingen 1160)

Fridericus (et sozius Choerzinger) de Eisolfingen 1296

Rudolph (aus alter Urk.-Abschrift) de Eysolving 1351

Monum. boica I 167, 44, Hund´s Metrop. Salisb. III 346/7 XIV 360

Zu Zeiten Friedrich Barbarossas kam Eiselfing wieder unter den Bischofshut von Salzburg (1152 bis 1190), wie und wann ist unbekannt. Der Rückfall war in den obenerwähnten Tauschverträgen mit den Falkensteinern ausbedungen gewesen. Es war um die Zeit herum, als Graf Engelbert von Wasserburg durch die Schenkung seines Schlosses Limburg das Kloster Attel (das schon 1122 gestiftet war) wieder aufrichtet, und als er anno 1131 mit Familie und Troß nach Wasserburg verzog.

Die Auslegung des Namens hat zu verschiedenen Deutungen geführt. Kochsternfeld (II p. 32) glaubt in der Gegend Isis - Kultur annehmen zu dürfen, die Verwandtschaft des Ortsnamens läge damit auf der hand. Die Ableitung von Isola/Insel, Isen (keltisch) = Wasser, Wasseraufstauung, dünkt schon näher, aber das Richtige von allem wird wohl sein die Zerlegung des Namens in die Stammsilben Eisel und die Endsilbe inf (f als Bindung); d.h. Eisel (Eisilo) war der Name des ursprünglichen Siedlers und ing bedeutet den Sitz, also Sitz oder Stätte des Eisel (Eisilo), daher auch die Namen: Eisel - Holz, Eisel - Bach.)

Ob und inwieweit die Römer sich dort einst niedergelassen hatten, ist unerforscht. Nach einer bestimmten Versicherung des Pfarrers Reil von Attel soll vor etwa 100 Jahren im sogenannten Wildenholze, welches zum Wildenhofe (jetzt Sanftl – Wirt) gehörte, ein Stein mit römischer Inschrift gefunden und nach Attel gebracht worden sein, allwo er scheinbar verloren ging. Auch die alte Überlieferung, die Pfarrkirche zu Eiselfing sei einst ein Heidentempel (römischer Opferaltar – war er der räthischen Isis geweiht, so hat Kochsternfeld mit seiner Ortsnamensableitung recht-) gewesen, der später in eine christliche Kirche verwandelt wurde, gibt keine positiven Anhaltspunkte.

Wohl aber ist wahrscheinlich, dass bei der großen Bedeutung Eiselfings schon in den ersten christlichen Jahrhunderten Bischof Rupertus Kirche und Pfarrei in Person geweiht und gegründet hat. Schon im X. Jahrhundert war die Kirche benannt ecclesia baptismalis (Taufkirche). Nicht jede Kirche war Taufkirche, diesen Vorzug besaßen nur die ersten und ältesten. Der Kirchturm ist romanisch (siehe Kunstdenkmale Bayer. , S. 2005). An 2 Seiten trägt er einen Fries von kleinen Bogenblenden (mit Neigungen zu spitzbogigem Schluss-Mitte des 13. Jahrh.). Dieser Schmuck soll die Auszeichnung der Kirche als Taufkirche bedeuten (Mon. Boic. I, 218). (Ein Spitzturm war anno 1764 aufgesetzt worden und anno 1891 der verzopfte Zwiebelturm). Der Baustil der Kirche lässt (Abgesehen von späteren Neuerungen) auf das 15. Jahrhundert als Zeit der Errichtung Anno 1177 schenkte nun Konrad I, Erzbischof von Salzburg (und Graf von Abensberg) duas eccelsias, videlices Isolvingen und Greistetten (Griestätt) an das Kloster Attel und seine Nachfolger; Eberhard I. Konrad II. und Albert wiederholten diese Schenkung und die Papste Gregor IX (anno 1230) und Alexander VI. bestätigten sie (Papstbulle: …. Metrop. Salisb. addis Gewald dom II p- 120, 399, Monum. Boic. I, 269). In der Urkunde des Papstes Alexander wird die Kirche zu Eiselfing “parochialis” (Pfarrkirche) benannt und der Beisatz et in Greistetten cum sibi subditis capillisae omnibus ejus aetinentiis deutet an, dass diese Schenkung eine sehr bedeutende war, wenn man die vielen Zehnte und Grundholden dieser beiden Kirchen und Nebenkapellen in Betracht zieht. (Bis in die neuere Zeit waren noch alle um den Pfarrhof liegenden Höfe, Häuser und Sölden, z.B. der Meierhof (Wildengut), das Mesmer-, Schuster-, Pleicher- Stauderergütl, das Dirneckergut, das Mesmergütl in Leiming und Griestätt, dann Bauerngüter in Alteiselfing, Bergham, Aham, Höhfelden, Kerschdorf und Bachmehring, ja sogar in der Gegend von Schnaitsee = der Huber zu Offenham, Oberhauser in Pfeifenham (Pfaffenham), Kratzberger zu Kratzberg leibrechtige Güter zu Pfarrwiddum Eiselfing.

Dafür muss das Kloster Attel taugliche Weltpriester für die Pfarrei Eiselfing abstellen. Laut Mon. Boic. I 278, 399 wurde anno 1205 die Pfarrei Eiselfing durch Erzbischof Eberhard II. dem Kloster Attel incorporiert, desgleichen auch Griestätt und Hohenau.

(Jeder Abt hatte sich 2 Monate nach seiner Wahl bei Bischof persönlich vorzustellen und die Konfirmation auf die Pfarrei Eiselfing zu erbitten. Das Kloster Attel hatte jahrl. 2 Pfd. Wasch an den Dom zu liefern, wahrscheinlich als Zeichen der Abhängigkeit von Salzburg). Von Erzbischof Paris bis Leopold waren nur Weltpriester in Eiselfing. Aus späterer Zeit ist über die Geschichte Eiselfings nur mehr wenig zu berichten. Die Klostersäkularisation (Attel, Rott, Altenhohenau) hat mit dem Urkundenmaterial gründlich aufgeräumt.

Gewährsleute versicherten, dass man alte Pergamente und Schriften suderweise in den Inn warf; das Kloster Attel barg das Pfarrarchiv Eiselfing, und zwar gerade die ältesten Stücke. Mögen auch diese Urkunden durch Geschichtsschreiber (z.B. Aventin) eingesehen worden sein, es ist trotzdem manches wertvolle Stück der Ortsgeschichte dauernd verloren gegangen. – Anno 1600 gehörte die Pfarrei Eiselfing zum Sprengel des Archiediakonats Baumburg. Zur Zeit des 30-jahr. Krieges und hernach wütete die Pest in Eiselfing furchbar, namentlich der Nachbarort Kerschdorf war fast ganz ausgestorben. (Wegen der schrecklichen Ansteckungsgefahr beerdigte man die Toten im Moose hinter der Pfarrwaldung und im Walde bei Hafenham und Spielberg. Anno 1649-1650 starben in der Pfarrei Babensham 83, in der Pfarrei Eiselfing aber 286 Personen.

Anno 1705 (23. XI.) wurden in einem Treffen bei St. Achatz teils von den aus Kraiburg, teils aus Neubeuern heranstürmenden österreichischen Feinden mehr als 100 Bauern hauptsächlich aus dem Pflegegericht Kling umzingelt und überwältigt. Mehrere Hundert bewaffnete Bauern hatten auf dem Magdalenenberg den Feind erwartet. Von Gutmeinden aufmerksam gemacht (die Bauern wurden namentlich gewarnt von Quardian des damaligen Kapuzinreklosters, der eigens den Berg heraufkam und sie abwendig machen wollte vom Kampfe mit einem weit stärkeren Feinde) zog sich ein Teil der Bauern zurück, der Rest ging zugrunde (sie wurden von den österreichischen Reitern niedergehauen), zum Teil fliegende über die Felder gen Eiselfing zu. Sie liegen im Friedhof zu St. Achatz und Eiselfing in 2 Massengräbern begraben. (Beim Grabmachen im Jahre 1898 für Sparhuber- Bauern konnte der Totengräber nur mit Mühe durch die Menge von Knochen hinducharbeiten).

Anno 1771 starben hintereinander 4 Convetualen vom Kloster Attel an der Seuche (Faulfieber) bei Ausübung der Seelsorge in Eiselfing; an dieser Seuche starben im gleichen Jahre 40 und ein Jahr darauf über 90 Personen der Pfarrei.

Anno 1773 unternahm man per Schiff eine Wallfahrt nach Altötting. Das Schiff stieß aber auf ein Brückenjoch; der Geistliche samt den meisten Pilgern ertrank.

Anno 1808 stahlen die Franzosen: 1 Monstranz, 3 Kelche, 1 Taufmuschel, 2 Ölgefäße, 1 Christus, 1 Maria-Namen, alles aus Silber, teils vergoldet; 1 Kupferflasche mit Öl und an Leinwand: 2 Alben a 8 fl, Gesamtwert: 859 fl.

Anno 1850 wurde bei Verlegung einer Mauer in der heutigen Sakristei ein Topf mit kleinen silbernen Münzen aus der Zeit Karls des Großen gefunden. (742-814). Der Fund ging spurlos verloren.

Mit der Schule war es in Eiselfing früher schlecht bestellt. Vor 200 Jahren hielt eine alte Moosfischertochter in Eiselfing Schule – Lohn per Woche: 1 Groschen und 1 Scheit Holz (In Aham hielt bei gleichem Lohn eine Kramerstochter Schule). (dazu mehr unter: Schulgeschichte)

An alten Paramenten birgt der Kirchenschatz: 1 gotische Monstranz aus Kupfer, vergoldet, vom Jahre 1530 – eines der schönsten Stücke auf dem Lande – nach: Denkmale Bayerns: hervorragend schöne und interessante Arbeit -, 1 silbernen Kreuzpartikel mit echten Steinen und Perlen, herstammend angeblich vom Stabe des letzten Abtes von Attel. (Mit diesem Kreuzpartikel hat es folgendes eigenartiges Bewandtnis: Anno 1812/13 (Kriegsjahre) wurde der schöne Kreuzpartikel zum Aufheben nach Wasserburg gebracht, doch der richtige wurde nachher nicht mehr ausgehändigt).

(dazu mehr unter: Kirchengeschichte)